Die Digitalbank N26 punktet schon seit Längerem mit dem eigenen Angebot bei ihren Kunden und konnte zudem wiederholt mit äußerst positiven Zahlen überzeugen. Im Rahmen der Finanzierungsrunde im Herbst 2021 unter der Leitung von Third Point Ventures und Coatue Management hat das Berliner Unternehmen insgesamt eine Summe von 900 Millionen US-Dollar zugesagt bekommen, was einer Verdreifachung gegenüber der letzten privaten Finanzierungsrunde entspricht.

Mit diesem Betrag übertrifft die Marktkapitalisierung von N26 jene der Commerzbank, welche als die zweitgrößte Bank in Deutschland gilt. Mittlerweile ist N26 in insgesamt 25 Ländern vertreten, verfügt über rund 7 Millionen Kunden und strebt in den nächsten Jahren sogar einen Börsengang an.

Doch was macht die digitale Bank so erfolgreich und welche nächsten strategischen Schritte sind geplant? Die Antworten finden Sie im nachfolgenden Blogartikel.

 

Top-Bewertung durch innovatives Geschäftsmodell

 

Das Geschäftsmodell von N26 kann punktet vor allem durch seine unkomplizierte und innovative Nutzung. So bietet das Unternehmen Bankkonten und Debitkarten, die einfach über eine Handy-App verwaltet werden können. Auch die Eröffnung des Bankkontos gestaltet sich denkbar einfach, da der Gang in eine Geschäftsstelle und der damit verbundene Formularaufwand wegfällt. Sobald die Anmeldung durchgeführt ist, kann das Konto sofort über die App genutzt werden.

Aufgrund der reduzierten Betriebsstrukturen und der Nutzung, die ausschließlich online erfolgt, sind die Betriebskosten von N26 vergleichsweise sehr gering, was wohl auch ein wesentlicher Grund für die hohe Bewertung des Unternehmens ist. Bei seiner Finanzierungsrunde im Oktober 2021 hat sich der Konzern nun von den Investoren über 900 Millionen Dollar beschaffen können, zu denen unter anderem das New Yorker Unternehmen Third Point Management, der US-Investor Daniel Seth Loeb und die Investorenfirma Coatue Management gehören. Dieser Betrag übertraf die Erwartungen und macht N26 nun zu einem der wertvollsten deutschen Start-ups.

 

Kann die BaFin den Aufstieg von N26 bremsen?

 

Erstaunlich ist nicht nur der über den Erwartungen liegende Anstieg der Bewertung, sondern auch, dass das Unternehmen trotz der immer wiederkehrenden Vorwürfe, nicht genügend gegen Geldwäsche vorzugehen, überzeugende Geschäftszahlen vorgelegt hat. Denn zum einen musste der Konzern im Herbst ein von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) auferlegtes Bußgeld in Höhe von 4,25 Millionen Euro zahlen und andererseits wird der Bank durch die Bundesbehörde nun auch noch das Neukundengeschäft eingeschränkt.

Wie N26 am im Oktober 2021 mitteilte, einigte sich das Unternehmen mit der BaFin darauf, die Anzahl der Neukunden pro Monat auf maximal 50.000 zu limitieren. Es wird nun erwartet, dass diese Obergrenze das Wachstum von N26 zumindest für einige Zeit einschränken könnte.

 

Welche Schritte als Nächstes folgen

 

Trotz der Beeinträchtigungen lässt sich N26 nicht vom Kurs abbringen und kündigt bereits weitere Pläne an. Der Gründer und Co-Geschäftsführer Maximilian Tayenthal rechnet damit, dass das Unternehmen innerhalb der nächsten zwei Jahre für einen Börsengang bereit sein wird.

In der nahen Zukunft plant das Unternehmen darüber hinaus zur Erweiterung des Produktangebots und zur Vergrößerung der eigenen Teams, mehr als 1000 Mitarbeiter auf der ganzen Welt in verschiedenen Unternehmensbereichen einzustellen. 2022 will die Bank auch auf Wertpapierhandel und Kryptowährung setzen. Es sieht also aktuell eher so aus, als wolle das N26 trotz der Einschränkungen sein Wachstum weiter vorantreiben und die Weichen für einen Börsengang in der Zukunft stellen. Erfahren Sie hier mehr zu den 10 größten Börsengänge aller Zeiten.

 

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